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Bologna-Reform in der Kritik – Ist die Kritik gerechtfertigt?

Hallo liebe Mitstreiter,

ich schiebe den Artikel schon ein wenig vor mir her, habe aber nun endlich die Zeit im neuen Jahr gefunden, mal wieder meinen Senf abzugeben. Ich hoffe, Sie sind alle gut ins neue Jahr gerutscht und haben Ihre Vorsätze schon gebrochen.

Nun ja, am 13.12.2012 veröffentlichte die TAZ einen Online-Kommentar unter der Überschrift „Die Bachelorlüge – Die Kritik an der Bologna-Reform ist vollkommen unberechtigt“.

Hintergrund des Artikels ist wohl der 10-jährige Geburtstag der sogenannten ‚Bologna-Reform‘.

Bologna! Nicht Bolognese – Worum gehts also?

Ich möchte vorab kurz erläutern, worum es bei dieser Bologna-Reform überhaupt geht. Alle meine Erkenntnisse über die Bologna-Reform beziehen sich auf Informationen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Alle Unterlagen bzgl. aller stattgefundener Treffen der EU-Bildungsminister sowie deren ausgearbeiteten Communiques finden Sie hier, weitere Quelle siehe unten.

Es kam in den späten 1980er Jahren die Idee in der EU auf, es wäre schön, wenn Bildung europaweit, grenzüberschreitend und ohne große bürokratische Hürden in jeder beliebigen Form (Studieren, Schule, Ausbildung, Fort- und Weiterbildung) möglich wäre. Nach dem die Idee geboren war, bei welcher das amerikanische Hochschulsystem mit den scheinbar landesgrenzenüberscheitenden Möglichkeiten der Studienwahl und -wechselei die Grundlage darstellte,  vereinbarten die EU-Mitglieder sich mal alle 2 Jahre zu treffen und eine Agenda auszuarbeiten. Nunja, mit den USA als Vorbild, dem Land der unbeschränkten Möglichkeiten, liegt es ja nahe, dass man aus dem Hochschulbildungssystem, ein globales, europäisches Gesamtbildungssystem schaffen könne, welches eben nicht nur die Hochschulausbildung beinhalten würde. Klar – größer, besser, weiter als die USA – auf zur Bildungsspitze, auf zur ELITE!

Nach nunmehr 24 Jahren und 10 Jahren nach Start der Studienreform in Deutschland gibt es in dem Großteil von Deutschland fast ausschließlich Studiengänge mit Bachelor- und Masterabschlüssen. Die Regelstudienzeiten liegen zwischen 6-8 Semestern für den Bachelor und zwischen 3-4 Semester für den Master. Das Staatsexamen wird bald auch von Bachelorstudiengängen abgelöst, im Lehramtbereich findet die Umstellung gerade statt, im Bereich der Medizin weiß man bis heute nicht, wie das umgesetzt werden soll. Nebenbei hat, soweit ich weiß, ein ostdeutsches Bundesland (welches ist mir entfallen, wenn jemand mehr weiß, bitte ich um Kommentare!) das Diplom als Hochschulabchluss behalten und verstößt damit dennoch nicht gegen die Bologna-Reform. Aber dazu später mehr.

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Denken wir zu viel?

Wir wollen doch gar nicht mehr filtern, nicht mehr zwischen den Zeilen lesen, uns mehr und mehr Gedanken über den Wahrheitsgehalt machen müssen. Wir denken den ganzen Tag, auf der Arbeit, in der Uni, in der Schule, im Auto, beim Einkaufen überall. Unser Gehirn wird überstrapaziert, wir nennen es Stress. Liegt das aber daran, dass wir so viel Denken müssen?

Nein, es liegt meiner Meinung nach an anderen Dingen: Leistungsdruck durch Arbeit- und/oder Auftraggeber, Lehrer, Eltern, Professoren. Nicht zu unterschätzen sind meiner Meinung nach Medien wie Werbung, Radio und Fernsehen. Abends mal eben zum Abschalten eine Runde ‚Assi-TV‘, das hilft abschalten. Hilft es wirklich?

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