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Wahrheit, Dummheit oder mangelnde Intelligenz?

Ich stand heute morgen an der Bushaltestelle. Ich war auf dem Weg zum Bäcker. Ich wollte mir mal wieder was Gutes tun und mir zum Frühstück ein paar Brötchen und eine Zeitung kaufen. Was da mit Frau Schavan nun los ist, will ich dann doch ein bisschen genauer wissen.

Nun gut, ich stand also an dieser besagten Bushaltestelle. Dort warteten auch ein junger Mann und eine junge Frau auf den Bus. Ich kenne beide flüchtig, grüßte kurz. Da ich fünf Minuten zu früh war und ich keine Beschäftigung hatte, wurde ich eher unfreiwillig Zeuge des Gesprächs der Beiden.

Er: „Wie geht es dir eigentlich? Geht es dir wieder besser? Du warst doch erkältet!“

Sie: „Ja, wieder ganz gut. Ich habe mir dieses ‚Grippostad‘ gekauft. Das hat echt super geholfen!“

Er: „Was ist das für ein Zeug? Kenn‘ das gar nicht!“

Sie: „Ja, das sind so Kapseln, die muss man in Wasser auflösen und dann trinkt man das!“

Er: „Ja gut und was bewirkt das? Wogegen hilft das?  Was ist da drin?“

Sie: „Ja das ist gut gegen Erkältung. Da ist Koffein drin!“

Ich musste urplötzlich lautstark anfangen zu lachen und dachte, dass sie sich die 5,-€ hätte sparen können, wenn sie sich doch einfach nen Kaffee gemacht hätte! Beiden schauten etwas verduzt hinüber. Ich winkte ab. Sie wendeten sich ihrem Gespräch wieder zu.

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Bologna-Reform in der Kritik – Ist die Kritik gerechtfertigt?

Hallo liebe Mitstreiter,

ich schiebe den Artikel schon ein wenig vor mir her, habe aber nun endlich die Zeit im neuen Jahr gefunden, mal wieder meinen Senf abzugeben. Ich hoffe, Sie sind alle gut ins neue Jahr gerutscht und haben Ihre Vorsätze schon gebrochen.

Nun ja, am 13.12.2012 veröffentlichte die TAZ einen Online-Kommentar unter der Überschrift „Die Bachelorlüge – Die Kritik an der Bologna-Reform ist vollkommen unberechtigt“.

Hintergrund des Artikels ist wohl der 10-jährige Geburtstag der sogenannten ‚Bologna-Reform‘.

Bologna! Nicht Bolognese – Worum gehts also?

Ich möchte vorab kurz erläutern, worum es bei dieser Bologna-Reform überhaupt geht. Alle meine Erkenntnisse über die Bologna-Reform beziehen sich auf Informationen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Alle Unterlagen bzgl. aller stattgefundener Treffen der EU-Bildungsminister sowie deren ausgearbeiteten Communiques finden Sie hier, weitere Quelle siehe unten.

Es kam in den späten 1980er Jahren die Idee in der EU auf, es wäre schön, wenn Bildung europaweit, grenzüberschreitend und ohne große bürokratische Hürden in jeder beliebigen Form (Studieren, Schule, Ausbildung, Fort- und Weiterbildung) möglich wäre. Nach dem die Idee geboren war, bei welcher das amerikanische Hochschulsystem mit den scheinbar landesgrenzenüberscheitenden Möglichkeiten der Studienwahl und -wechselei die Grundlage darstellte,  vereinbarten die EU-Mitglieder sich mal alle 2 Jahre zu treffen und eine Agenda auszuarbeiten. Nunja, mit den USA als Vorbild, dem Land der unbeschränkten Möglichkeiten, liegt es ja nahe, dass man aus dem Hochschulbildungssystem, ein globales, europäisches Gesamtbildungssystem schaffen könne, welches eben nicht nur die Hochschulausbildung beinhalten würde. Klar – größer, besser, weiter als die USA – auf zur Bildungsspitze, auf zur ELITE!

Nach nunmehr 24 Jahren und 10 Jahren nach Start der Studienreform in Deutschland gibt es in dem Großteil von Deutschland fast ausschließlich Studiengänge mit Bachelor- und Masterabschlüssen. Die Regelstudienzeiten liegen zwischen 6-8 Semestern für den Bachelor und zwischen 3-4 Semester für den Master. Das Staatsexamen wird bald auch von Bachelorstudiengängen abgelöst, im Lehramtbereich findet die Umstellung gerade statt, im Bereich der Medizin weiß man bis heute nicht, wie das umgesetzt werden soll. Nebenbei hat, soweit ich weiß, ein ostdeutsches Bundesland (welches ist mir entfallen, wenn jemand mehr weiß, bitte ich um Kommentare!) das Diplom als Hochschulabchluss behalten und verstößt damit dennoch nicht gegen die Bologna-Reform. Aber dazu später mehr.

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„Im Internet Lernstoff pauken“

Ich bin heute beim Zeitunglesen über einen Online-Artikel der Aachener Zeitung (im Folgenden AZ) gestolpert, der mir mal wieder zeigte, wie blauäugig doch die Medienwelt und vor allem die Presse den Lesern Möglichkeiten der Recherche von Online-Informationen und Online-Wissens-Angeboten vorstellt, ohne jedoch einmal auch negative Seiten aufzuzeigen.

Dabei bezieht sich die Aachener Zeitung in ihrem Artikel vom 30.11.2012 auf einen Artikel der Computerzeitschrift „ct“ aus dem Heft 25/2012 mit dem Namen „Internet macht schlau“. Die AZ druckte einen Artikel des dapd (Deutscher Auslandsdepeschendienst) ab, welcher im feinsten Konjunktiv geschrieben ist.

Ist der Artikel des dapd also damit nur eine reine Zusammenfassung des „ct“-Artikels?

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