Berliner Kommuniqué

Auf der zweiten Folgekonferenz, die am 18. und 19. September 2003 in Berlin durchgeführt wurde, wurden sieben weitere europäische Staaten aufgenommen.

Erarbeitet wurden folgende Kernpunkte:

Festgehaltene Fortschritte/Ergebnisse der Follow-Up-Gruppe sollen verstärkt werden:

  • Mittelfristige Prioritäten (2 Jahre)
  • Förderung einer wirksamen Qualitätssicherung
  • Anwendung von gestuften Studienstrukturen
  • Verbesserte Anerkennungsverfahren von Studienabschlüssen und -abschnitten

Qualitätssicherung:

  • Verpflichtung, weitere Entwicklung der Qualitätssicherung auf institutioneller, nationaler und europäischer Ebene zu fördern
  • Notwendigkeit, wechselseitig anerkannte Kriterien und Methoden der Qualitätssicherung zu entwickeln, wurde erkannt
  • Hauptverantwortung der Qualitätssicherung liegt bei jeder Hochschule selbst

Daher vereinbaren sie, dass die nationalen Qualitätssicherungssysteme bis 2005 Folgendes beinhalten sollen:

  • Eine Festlegung der Zuständigkeiten der beteiligten Instanzen und Institutionen.
  • Eine Evaluierung von Programmen oder Institutionen, einschließlich interner Bewertung, externer Beurteilung, Beteiligung der Studierenden und Veröffentlichung der Ergebnisse.
  • Ein System der Akkreditierung, der Zertifizierung oder ähnlicher Verfahren.
  • Internationale Beteiligung, Kooperation und Vernetzung
  • ENQA soll ein System von Normen, Verfahren und Richtlinien zur Qualitätssicherung entwicklen, Möglichkeiten zur Gewährleistung eines geeigneten Begutachtungsprozesses (peer review) für Agenturen und Einrichtungen zur Qualitätsicherung und/oder Akkreditierung zu prüfen

Studienstrukturen: Einführung eines Systems, das sich im Wesentlichen auf zwei Hauptzyklen stützt

  • Verpflichtung zur Implementierung des zweistufigen Sytems bis 2005 begonnen zu haben.
  • Verständnis und Akzeptanz der neuen Abschlüsse durch Dialog innerhalb der Hochschule, sowie zwischen diesen und den Arbeitgebern verbessern
  • Vergleihbare und kompatible Hochschul-Abschlüsse entwickeln, mit Definition zu Qualifikation im Hinblick auf Arbeitsbelastung, Niveau, Lernergebnisse, Kompetenzen und Profile
  • Entwicklung eines übergreifenden Rahmens für Abschlüsse im Europäischen Hochschulraum
  • Zweistufiges System plus Promotion
  • Prüfen: Kurzstudiengänge einbinden

Förderung der Mobilität

  • Mobilität verbessern
  • Ermöglichung der Mitnahme von gewährten Darlehen und Beihilfen

Einführung eines Leistungspunktesystems

  • Unterstützung des ECTS
  • ECTS wird eingeführt für Übertragbarkeit und Kumulierung von Leistungspunkten

Anerkennung von Abschlüsse: Einführung eines Systems leicht verständlicher und vergleichbarer Abschlüsse

  • Diploma Supplement soll automatisch und gebührenfrei erhältlich sein
  • Transparenz und Flexibilität soll erreicht werden

Hochschulen und Studierende

  • HS sollen gewährleisten, dass die Reformen vollständig in die zentralen institutionellen Funktionen und Abläufe integriert werden
  • Studentische Beteiligung an der HS-Gestaltung  soll gefördert und verstärkt werden
  • Notwendigkeit geeigneter Studien- und Lebensbedingungen für Studierende um Studien in angemessener Zeit erfolgreich abschließen können, ohne auf Hindernisse zu stoßen, die auf ihre soziale und wirtschaftliche Situation zurückzuführen sind.

Förderung der europäischen Dimension im Hochschulbereich

  • Weitere Module, Studiengänge und Ölehrpläne mit europäischem Bezug werden entwickelt
  • Förderung der integrierten Studiengänge
  • Notwendigkeit, einen erheblichen Teil der Studienzeit für ein Auslandsstudium vorzusehen
  • Erleichterung der Anerkennung dort erworbener Abschlüsse

Steigerung der Attraktivität des Europäischen Hochschulraumes

  • Attraktivität muss für Drittländer gesteigert werden
  • Länderübergreifender Austausch auf Grundlage akademischer Qualität und Werte
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